Quelle Heut’ – Do, 23.11.17

Mediale Durchsagen sind ein Bestandteil eurer Welt, haben ihren Anteil am Sein, auch wenn sie nicht von allen Menschen genutzt werden. Es gibt ebenso wie in der greifbaren Welt auch in den seelischen Welten Unterschiede in der Schwingung, und es leuchtet ein, dass man als Medium unterschiedliche Quellen erreichen kann je nach Schwingungspotential und je nach Wunsch und Resonanzschwingung des Mediums.

Ein Medium ist keine Maschine, sondern hat einmal bessere und einmal schlechtere Tage und so verhält es sich auch beim Klienten, der einmal offener ist und einmal weniger offen. Diese Faktoren spielen zusammen bei der Qualität von Durchsagen, und aus unserer Sicht ist diese Schwankungsbreite gut, hilfreich und nützlich und erwünscht, weil Leben immer in Bewegung ist und im Pendeln.

Es gibt viele Menschen, die eine Veranlagung für mediale Übermittlungen haben, und nicht alle nutzen diese, da es häufig Faktoren gibt, die dagegen sprechen oder dies verhindern. Die bewusste Öffnung für eine Entität außerhalb des Ich zu erzeugen und erlauben ist ein Vertrauensschritt, der nicht von allen gemacht werden möchte. Dies ist der erste Punkt, der dafür sorgt, dass nicht so viele Menschen mediale Durchsagen machen.

Häufig suchen sich die Durchsagen mehr oder weniger kleine Lücken im Tagesverlauf und rutschen bei begabten Menschen immer wieder einmal in den Alltag hinein, ohne besondere Beachtung zu finden.

Die bewusste Öffnung und darüber hinausgehend das Angebot, anderen Menschen eine bewusste Öffnung zu den seelischen Welten zur Verfügung zu stellen, verlangt eine Menge Mut, da erstens die vorübergehende Abgabe von Kontrolle erforderlich ist für eine zufriedenstellende mediale Übertragung und zweitens, und dies ist es, was in unseren Augen den größten Anteil an einer qualitativ hochwertigen Übertragung hat, den Mut und das Selbstvertrauen an den Tag zu legen, sich mit dem, was gesagt werden möchte, [ggf.] lächerlich zu machen, daneben zu treffen, Falsches oder Unwesentliches zu sagen und so sich in eine Situation zu begeben, in der das Medium riskiert, bewertet, abgewertet zu werden oder, und das ist für die meisten Menschen das Schlimmste, sich lächerlich zu machen und auf die Nase zu fallen.

In dieser Offenheit und Verletzlichkeit, während einer Sitzung oder nach einer Sitzung durch das Veröffentlichen der Texte, in die Öffentlichkeit zu gehen, in die Überprüfbarkeit, Angreifbarkeit und sich Kritik zu stellen ist ein wesentliches Element, welches über die Qualität von Durchsagen bestimmt.

Der Mut, auch einmal Fehler zu machen, auch einmal daneben zu liegen oder dem Klienten etwas Unerfreuliches zu übermitteln wird von einem Medium nicht oft abgefragt, ist aber im Hintergrund für die Qualität einer Durchsage mit aktiv.

Nehmt euch, wie ihr seid, mit euren Fehlern und Schwächen und akzeptiert auch, wenn ihr einmal streng mit euch seid und euch nicht so verhaltet, wie ihr es euch gerne wünscht, oder, dass die Dinge gelegentlich nicht so sind, wie ihr es wünscht. Ihr fahrt dann zu eurem höchsten Potenzial auf, wenn ihr keine Perfektion von euch verlangt und euch immer wieder daran erinnert, euch so nehmen zu wollen, wie ihr seid.

Textauszug: ~Quelle 2016, Gordon Axmann, www.unbeirrbar.de
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